An der Tempelpforte bittet der Suchende um Einlass.

Freimaurer-sein bedeutet: das Erlebnis eines Geheimnisses bei der Aufnahme 

Das wirkliche und wohl einige echte Geheimnis des Freimaurertums ist das persönliche Erlebnis. Dieses Erlebnis, dem ein Außenstehender das Geheimnisvolle auch beim Zuschauen nicht entschlüsseln kann, verbindet die Brüder einer Loge miteinander. Erzählungen, Veröffentlichungen oder wissenschaftliche Arbeiten können diese inneren Vorgänge nicht vermitteln.

Neben der Aufnahme, stellt die Bruderkette, bei der sich alle Brüder durch Händereichen zum Kreis zusammenschließen, ein solches innneren Erleben dar. Mit dieser Bruderkette wird die Zusammengehörigkeit der Brüder und die Erinnerung an die eigene Aufnahme erinnert.

Das freimaurerische Ritual hat seinen Ursprung in der Zeremonie der alten Bauhütten anläßlich von Einführung als Lehring und Beförderung zu Geselle und Meister. Damals wie heute ist das Ritual Zentrum für das Denken und Handeln in einer Gemeinschaft, die sich dem Veredeln des Menschen und seiner Werke verpflichtet hat.

Das Ritual hat im wesentlichen folgenden Ablauf: Vor der Arbeit versammeln sich die Brüder und tragen sich in das Anwesendheitsbuch ein. Danach versammeln sich die Brüder mit besonderen Aufgaben (die Beamten) im Tempel und erleuchten diesen für die Arbeit, bei der nach rituellen Vorgaben Kerzen entzündet werden. Dann werden die Brüder zur Arbeit gerufen und mit den Worten „Weisheit leite unseren Bau!“, „Stärke führe ihn aus!“ Und „Scshönheit vollende ihn!“ Das Ritual fortgesetzt.

Am Ende des Rituals wird die Loge geschlossen, indem die Brüder aus dem Tempel ziehen und die Beamten die Lichter verlöscht und der Tempelraum wieder zurückgeführt wird.